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But I'm a Cheerleader

Tage vergingen und wir hatten keinen Kontakt. Ich wusste er war ab und zu bei uns zuhause, denn ich roch sein Parfüm und manchmal hörte ich seine Stimme. Eines abends war bei Felix im Zimmer ein Vortrinken zu dem ich eingeladen war. Ich wusste es waren Freunde dabei und mir war auch klar, dass Damian da sein würde, aber sollte ich mich jetzt mein Leben lang verstecken? Ich stand oben an der Treppe, die hinunter zu Felix Zimmer führte. Ich hörte Musik und Menschen lachen. Damians Stimme stieß hervor und ich war wie gelähmt. Ich konnte doch nicht einfach so tun als wäre nichts. Ich mein, er kann es, aber ich kann es doch nicht. Oder sollte ich einfach so tun als wäre es in Ordnung, dass er mich nur benutzt hat? Nein, ich habe Gefühle, auch wenn ich die einzige damit hier bin. Ich zitterte am ganzen Körper und war wie paralysiert. Ich setzte mich vor meine Zimmertür. Es würde eh keiner etwas sagen, wenn ich einfach oben im Zimmer bliebe. Meine Freunde kann ich auch ein anderes Mal sehen. Mein Handy klingelte. Felix schrieb mir ich solle endlich in sein Zimmer kommen, denn alle wären da. Ich musste gehen. Außerdem hätte ich die Treppe eh in naher Zukunft verlassen müssen, denn unten war das Bad und die Küche. Falls ich nicht verhungern wollte hätte ich eh irgendwann an Felix Zimmer vorbei gemusst. Gut, ich ging herunter. Ich sagte hallo, setzte mich. Mir wurde ein Bier angeboten. Ich wusste genau wo Damian saß, doch ich konnte einfach nicht zu ihm gucken. Ich lachte, fixierte mich immer auf eine Person, denn ich wollte nicht aus Versehen in seine Richtung gucken. Auf einmal hörte ich meinen Namen. Er sprach zu mir. Ich konnte jetzt nicht so tun, als hätte ich das nicht gehört. Ich drehte mich um und sah ihn direkt an. "Alles okay bei dir?", fragte er und tat als wäre er besorgt. "Ja", antwortete ich. Nach einiger Zeit verließen alle das Haus. Ich erfand eine Ausrede weshalb nicht mitgehen konnte. Ich war einfach nicht in der Stimmung die ganze Nacht mit ihm zu verbringen. Also machte ich mir einfach einen Tee und guckte eine Serie. Am nächsten Morgen war die Tür von Felix zu. Er hatte wahrscheinlich wieder irgendeine mitgenommen. Ich ging in die Küche, machte mir Frühstück. Mein Handy klingelte. Ich hatte eine Nachricht von Damian. "Weißt du wo Felix ist? Er geht nicht ans Handy und eine von den Mädels mit denen wir weg waren ist nicht nach Hause gekommen. Sind die beide da?" Mein Herz sprang in zwei, mal wieder. Erst weil er mir schrieb und dann weil ich las, dass er mit anderen Frauen feiern war. Und warum kümmerte es ihn überhaupt, dass Felix wieder eine mitgenommen hatte? Normalerweise ists ihm egal. Ich war neugierig. Bevor ich antwortete klopfte ich an Felix Tür, keine Reaktion. Ich öffnete sie langsam und er lag wirklich mit einer im Bett. Ich schloss die Tür wieder und antwortete. Ich konnte nicht anders und fragte Damian, ob er mit einer der Mädchen was hatte. Er meinte das ginge mich nichts an. Natürlich nicht. Trotzdem wollte ich es wissen. Ich wollte mehr Gründe haben ihn zu hassen. Ich bohrte nach. Irgendwann gab er nach und sagte, dass er eine geküsst hat. Und diese eine war seine Fickfreundin bevor wir uns trafen. Hatte er sie mit nach Hause genommen? Nein. Sollte ich fragen? Ist das zu aufdringlich? Egal, ich fragte. Damian sagte:"Nein, sie war nicht bei mir. Sie liegt mit Felix bei euch." Wie zur Hölle passiert denn sowas? Mir liefen die Tränen herunter, denn ich merkte wie es Damian störte, dass sie mit Felix mitgegangen war. Jetzt liegt die alte Fickfreundin von dem Mann, der mir den Kopf verdreht bei uns im Haus. Sollte ich mich vorstellen? Sollte ich überhaupt hallo sagen, wenn sie aus dem Zimmer kommt? Ich wollte sie gar nicht sehen. Wie kann er traurig sein wegen so einer Hure? Und nicht wegen mir? Ich bin blond, süß, hübsch, jeder steht auf mich, ich bin ein Cheerleader. Warum ist er der einzige, dem ich egal bin? Nachdem ich wusste, dass er keine Probleme hatte andere zu küssen fühlte ich mich noch schlimmer. Er wird immer wieder hier bei uns sein. Er wird immer wieder neue Frauen mit zu uns nehmen. Wir waren seine Freunde, nur dass ich ein gebrochenes Herz hatte, weil er mit mir zusammen sein wollte und ich ihm meins dafür geschenkt habe. Ich legte mein Handy weg und machte die Augen zu. Was zur Hölle soll ich tun? Wie soll ich weitermachen?
9.11.14 16:31
 


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